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Was ist die BTCP-Rebase und was haben wir da vor? Eine Erklärung

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Dieser Artikel ist auch auf Englisch und Chinesisch verfügbar.

Wenn Du in letzter Zeit die Nachrichten im Bitcoin Private Universum verfolgt hast, bist Du höchstwahrscheinlich auf die mit Spannung erwartete „Rebase“ gestoßen.

Jeder, der auf die eine oder andere Weise an BTCP beteiligt ist, setzt große Hoffnungen auf eine erfolgreiche und baldige Veröffentlichung dieser Rebase. Auf diesem Blog bemühen wir uns nach Kräften, Dich hierzu auf dem Laufenden zu halten.

Allerdings werden wir auch häufig gefragt, warum wir diese Rebase überhaupt vorhaben und was das eigentlich für die BTCP-Blockchain bedeutet.

Eine gute Frage.

Um diese abschließend zu beantworten, müssen wir einen Blick auf die Geschichte der BTCP und auf die Abstammung von BTCP werfen.

Die Abbildung unten soll Dir dabei helfen, die folgenden Erklärungen besser nachvollziehen zu können.

Beginnen wir mit der Ahnenreihe von Bitcoin Private.

Elternteil die Erste: Zcash und Zclassic

Oder: kommt in den besten Familien vor.

Vor nicht allzu langer Zeit, im Jahre 2015, erkannte eine Gruppe von Entwicklern die Bedeutung verschlüsselter Transaktionen. Für sie war klar, dass die Pseudonymität, wie sie Bitcoin anbietet, nicht den Anforderungen des Handels entsprechen kann. Man kann hier dem Bitcoin nicht wirklich etwas vorwerfen, schließlich wurde erst eine nützliche Verschlüsselung 2014 erschaffen, genannt zk-Snarks. Eben diese Verschlüsselung erlaubt es dem Geheimnisträger, sein Geheimnis nie preiszugeben und trotzdem seine Rechtschaffenheit beweisen zu können.

Zk-Snarks wurde also in eine völlig neue Blockchain implementiert, welche sogenannte Zero-Knowledge Transaktionen ermöglicht. Der Einfach- und Sicherheit halber erschufen die Entwickler nicht die gesamte Blockchain von Grund auf neu auf, sondern nutzten stattdessen die Codebasis des Bitcoin. Letzteres wird in der obigen Abbildung durch die weiße gestrichelte Linie dargestellt, die die Codebasen von Bitcoin und Zcash verbindet.

Infolgedessen hat diese entstehende Blockchain viele Eigenschaften mit dem Bitcoin gemein, wie etwa die Beschränkung auf 21 Millionen Coins.

Das Ergebnis dieses Projekts nannte sich Zcash und nahm 2016 den Betrieb auf. In der obigen Abbildung ist die ursprüngliche Codebasis von Bitcoin in Weiß dargestellt. Die zk-Snarks-Verschlüsselung ist in Grün dargestellt. Entsprechend weist Zcash weiße und grüne Balken auf.

Kurz darauf verwarfen sich die Entwickler über der Tatsache, dass Zcash eine Steuer von 20% für das Gründerteam für alle neu geminten Münzen enthielt. Die Meinungsverschiedenheiten gipfelten in einer Fork der noch jungen Blockchain, was in etwa bedeutet, dass eine „Abzweigung“ der Blockchain geschaffen wurde.

Das Ergebnis dieser Fork nennt sich Zclassic.

Zclassic besteht aus einem fast identischen Code, jedoch mit sprichwörtlich 22 Zeilen Code weniger als Zcash. Dies sind eben jene Code-Zeilen, die für die in Frage stehende Gründer-Steuer und einen sogenannten „langsamen Start“, der auf eine künstliche Knappheit von Zcash abzielte, verantwortlich waren.

Natürlich enthält Zclassic auch weiterhin die ursprüngliche Bitcoin-Codebasis. Entsprechend ist in der obigen Abbildung ein weißer Balken vorhanden. Auch hier stellt der grüne Balken die zk-Snars-Verschlüsselungsfunktion dar. Auf die Nuance der 22 fehlenden Codezeilen wird in der Abbildung oben keine Rücksicht genommen.

Elternteil die Zweite: Bitcoin

Die Bitcoin Blockchain wurde inzwischen, das heißt hier: seit dem Entstehen von Zcash und Zclassic, vielfach überarbeitet. Die wichtigsten Updates bezogen sich darauf, die Bitcoin blockchain fit für das Lightning-Netzwerk zu machen wie etwa die SegWit Bereitschaft. Die komplette Liste der Entwicklungen findest Du hier.

Mit Bezug auf die obige Abbildung werden diese Updates der Bitcoin-Blockchain in einem allmählichen Farbverlauf von Weiß auf Blau dargestellt. Blau steht für die Bitcoin-Blockchain einschließlich aller neuen Features.

In der Abbildung soll anhand des Farbverlaufs verdeutlicht werden, wie unterschiedlich sich die Codebasen von Zcash/Zclassic und Bitcoin im Laufe der Zeit entwickelten.

Forken von Bitcoin Private

Als die Idee von Bitcoin Private Mitte Dezember 2017 ins Leben gerufen wurde, war bereits klar, dass die zk-Snarks Verschlüsselung nach wie vor die bestmögliche Lösung auf dem Markt und in sich vollkommen ist.

Es war auch klar, dass Bitcoin Private eines Tages Mitglied der Lightning Network-Familie werden sollte; ein Feature, das keine andere sogenannte Privacy-Währung vorhat zu implementieren.

Zum Zeitpunkt der Fork – aus der Perspektive der Codebasen – ist die Situation wie folgt: Es liegt eine alte Version von Bitcoin mit Zk-Snarks-Verschlüsselung (Zclassic) und eine neue Version von Bitcoin ohne Verschlüsselung (BTC) zur Verfügung vor.

Problem: Wie kann man das Beste dieser beiden Blockchains kombinieren?

Lösung: Es wurde ein radikal neuer Ansatz erarbeitet. Es wurde beschlossen, Bitcoin und Zclassic gleichzeitig zu forken. Die Idee war, mit der alten Bitcoin-DNA, welche zk-Snarks umfasst, zu beginnen, und später auf den modernen Bitcoin aufzuschließen. Entsprechend wurde die Codebasis von Zclassic als Ausgangs-Codebasis gewählt und nur die Adressen und Guthaben von Bitcoin wurden in die Fork eingespeist. Letzteres ist in der obigen Abbildung anhand der unterschiedlichen Eingangsströme in BTCP abgebildet.

Nebenbei bemerkt war eine Konsequenz dieser doppelten Fork, dass sowohl Zclassic als auch Bitcoin-Adressen, die Coins halten, mit Bitcoin Private Coins glattgestellt werden mussten. Denn bei einer Fork erhält jede neue Adresse denselben Betrag an neuen Coins, den die alte Adresse zum Zeitpunkt der Fork aufwies. Aus diesem Grund liegt die aktuelle zirkulierende Menge von BTCP fast bei der maximalen Grenze von 21 Millionen Coins. Um dieses Problem in den Griff zu bekommen, wird voraussichtlich Mitte 2019 ein sogenanntes „Entfernen nicht beanspruchter Coins“ durchgeführt. Dabei werden die derzeit etwa 14 Millionen noch nicht beanspruchten BTCP Coins sukzessive entfernt und alsdann als Belohnung für Miner zurückgeführt.

Die Codebasis von Bitcoin Private: Von der Fork zum Rebase

Wie oben gezeigt, besteht die (aktive) Codebasis derzeit aus der alten Bitcoin-Codebasis, die derzeit ohne die Verschlüsselungsfunktion auskommt. Daher die weiße Farbe des Balkens von Bitcoin Private zwischen Fork und Rebase.

Die Bedeutung der Rebase sollte bereits jetzt ziemlich offensichtlich sein.

Die Rebase wird nicht nur (die meisten) die neuesten Funktionen von Bitcoin und die Verschlüsselung von Zclassic enthalten, sondern vieles mehr. Bitcoin Private hat sich zum Ziel gesetzt, eine große Anzahl von individuellen Funktionen zu realisieren. Diese sind zum Beispiel die ASIC-Miner Resistenz, Sapling (macht die Verschlüsselung an sich viel schneller), „Entfernung nicht beanspruchter Münzen“, private Transaktionen aus dem Electrum Wallet und vom Handy aus und vieles mehr. Was genau uns erwartet haben wir früher bereits in einem eigenen Blogartikel skizziert.

Nach dem Rebase wird Bitcoin Private seinen ganz eingenen Funktionenschatz aufweisen, welcher Bitcoin Private gänzlich anders als seine Vorfahren Zclassic und Bitcoin ausgestalten wird.

Wann Rebase?

Gut Ding braucht Weile.

Bitcoin Private wählte den harten Weg, was bedeutet, dass es keine Bereicherung von Gründungsmitgliedern über eine Gründersteuer geben wird.

Ebenso gab es auch kein geschlossenes Vorab-Minen von Münzen vor dem Start der Blockchain. Das ist vorteilhaft für die öffentliche Wahrnehmung, aber auch nachteilig für die Finanzierung von hochqualifizierten Entwicklern. Doch nicht zuletzt aufgrund des spannenden Profils von Bitcoin Private und ihres noblen Ansatzes zieht die Idee an sich genügend Unterstützung aus allen Fachbereichen an.

Die Rebase wird derzeit mittels eines Testnetzes getestet, dessen Fortschritt an dieser Stelle öffentlich dokumentiert wird.

Sobald sich in dieser Angelegenheit etwas Neues ergibt, werden wir Dich selbstverständlich kurzfristig informieren.

Nach unserem bestem Wissen ist geplant, dass das Rebase in den nächsten Wochen oder wenigen Monaten freigegeben wird.

#stayprivate

#wearebtcp

 

Von Team BTCP.de, 15. Dezember 2018 info@btcp.de

Team BTCP.de

info@btcp.de

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Dr. Michael Plevan
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